Über mich
Kunst ist mehr als das, was ich tue – sie ist ein Teil von mir
Kunst war für mich nie nur ein Beruf. Sie war schon immer meine Art, die Welt zu verstehen.
Jedes Gemälde beginnt lange bevor ich den ersten Pinselstrich setze. Es entsteht aus Erinnerungen, Erfahrungen, Träumen und Emotionen, die mich geprägt haben. In meiner Kunst beschäftige ich mich mit Freiheit, Identität, Resilienz und unserer Verbindung zur Natur.
Heute reicht mein künstlerisches Schaffen von ausdrucksstarker Pop Art bis hin zu zeitgenössischen abstrakten Werken, die von den wilden Landschaften Südafrikas inspiriert sind. Auch wenn sich meine Bildsprache im Laufe der Jahre weiterentwickelt hat, ist meine Motivation dieselbe geblieben: Kunst zu schaffen, die berührt, zum Nachdenken anregt und daran erinnert, dass wahre Freiheit der größte Luxus ist.
Wo alles begann
Ich wurde in der Ukraine geboren und verbrachte meine Kindheit in Russland, wo ich von meiner alleinerziehenden Mutter großgezogen wurde. Mit westafrikanischen, ukrainischen und russischen Wurzeln hatte ich oft das Gefühl, nirgendwo wirklich dazuzugehören. Rassismus, Ausgrenzung und das Anderssein prägten meine frühen Jahre.
Die Kunst wurde zu meinem Zufluchtsort.
Während sich die Welt um mich herum oft unsicher und verwirrend anfühlte, war mein Skizzenbuch der Ort, an dem ich mich frei fühlte. Dort konnte ich Gefühle ausdrücken, für die ich noch keine Worte hatte. Zeichnen war für mich weit mehr als ein Hobby – es wurde zu einer eigenen Sprache.
Mit nur neun Jahren verkaufte ich meine ersten Zeichnungen in der Schule. Es ging dabei nie um das Geld. Es war das Gefühl, dass etwas, das ich erschaffen hatte, einem anderen Menschen Freude bereiten konnte. Zum ersten Mal fühlte ich mich wirklich gesehen. Rückblickend war genau dieser Moment der Anfang meiner künstlerischen Reise.
Meinen eigenen Weg finden
Mit vierzehn Jahren zog ich nach Deutschland und nahm meine Leidenschaft für Kreativität mit.
Mein Interesse an Gestaltung führte mich zunächst zum Studium des Modedesigns in Hamburg. Anschließend arbeitete ich mehrere Jahre als Model und sammelte Erfahrungen in den Bereichen Fotografie, Grafikdesign und Multimedia. Diese Zeit prägte meinen Blick für Ästhetik, Komposition, Farben und visuelles Storytelling – Fähigkeiten, die bis heute in meine Malerei einfließen.
Doch trotz meiner Arbeit in kreativen Branchen fehlte etwas.
Die Modewelt war spannend und inspirierend, gleichzeitig aber schnelllebig und oft oberflächlich. Als Frau mit afrikanischen Wurzeln bewegte ich mich überwiegend in eurozentrisch geprägten Umfeldern und hatte häufig das Gefühl, Erwartungen erfüllen zu müssen, die nie wirklich meine eigenen waren. Ich sehnte mich danach, etwas Persönliches zu erschaffen – etwas, das wirklich aus mir selbst entstand.
Schließlich fand ich zurück zur Malerei.
Was zunächst als leise Rückkehr zu meiner Leidenschaft aus Kindheitstagen begann, entwickelte sich schnell zu meiner eigentlichen Berufung. Im Jahr 2011 entschied ich mich, mich vollständig der Kunst zu widmen.
In den folgenden Jahren entwickelte ich meinen eigenen unverwechselbaren Stil, der Pop Art, Graffiti, Collage, Typografie, luxuriöse Ikonografie und gesellschaftliche Themen miteinander verbindet. Meine Werke sind kraftvoll, lebendig, verspielt und voller Details, die den Betrachter dazu einladen, immer wieder Neues zu entdecken.
Heute befinden sich meine Arbeiten in privaten Sammlungen in über 30 Ländern weltweit. Internationale Medien berichteten über meine Kunst, darunter auch das amerikanische Magazin New York Weekly, das mich 2025 als eine der Top Female Disruptors auszeichnete.
Ein neues Kapitel in Südafrika
Obwohl die Pop Art meine Karriere geprägt hat, wurde mir mit der Zeit bewusst, dass Erfolg allein nicht alles ist.
Ich sehnte mich nach Weite. Nach Stille. Nach Natur.
Diese Suche führte mich schließlich nach Südafrika.
Umgeben von Bergen und unberührter Wildnis fand ich dort etwas, wonach ich lange gesucht hatte – eine neue Art zu leben.
Ich erwarb fast 2.000 Hektar unberührtes Bergland, das direkt an das Baviaanskloof-Naturreservat grenzt, und begann mit dem Bau eines autarken Wohnhauses und Ateliers, das mit Solarenergie und frischem Bergwasser versorgt wird. Was einst reine Wildnis war, entwickelt sich Schritt für Schritt zu einem Ort, an dem Kunst, Natur und Naturschutz miteinander verschmelzen.
Dieses Projekt ist weit mehr als nur der Bau eines Ateliers.
Es geht darum, die Artenvielfalt zu schützen, wilde Landschaften zu bewahren, lokale Gemeinschaften zu unterstützen und einen Ort zu schaffen, an dem Kreativität im Einklang mit der Natur entstehen kann. Ein Teil der Erlöse aus meinen Kunstwerken trägt dazu bei, diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen.
Das Leben mitten in der Natur hat meine Art zu malen grundlegend verändert.
Statt ständig im Außen nach Inspiration zu suchen, finde ich sie heute auf langen Wanderungen durch die Berge, im wechselnden Licht, im Wetter, in den Wildtieren, in der Stille und im einfachen Rhythmus eines autarken Lebens.
Warum ich heute male
Meine Kunst hat sich verändert – ihre Bedeutung jedoch nicht.
Ob ich ein ausdrucksstarkes Pop-Art-Werk erschaffe oder ein abstraktes Gemälde, das von der Wildnis inspiriert ist – letztlich beschäftige ich mich immer mit denselben Fragen.
Was bedeutet Freiheit wirklich?
Wie finden wir in einer lauten Welt wieder zu uns selbst?
Und wie kann Kunst uns nicht nur inspirieren, sondern auch dazu bewegen, das zu schützen, was wirklich wertvoll ist?
Ich sehe meine Gemälde nicht einfach als Objekte, die eine Wand schmücken.
Ich sehe sie als Gespräche.
Manche Werke feiern Ehrgeiz und Lebensfreude. Andere laden dazu ein, innezuhalten. Manche stellen Fragen, andere schenken einen Moment der Ruhe.
Wenn eines meiner Gemälde einen Menschen dazu bewegt, einen Augenblick stehen zu bleiben, etwas zu fühlen oder die Welt mit anderen Augen zu betrachten, dann hat es seinen Zweck erfüllt.
Der Blick nach vorn
Heute teile ich meine Zeit zwischen dem Malen, der Entwicklung meines privaten Bergnaturreservats und dem Aufbau eines kreativen Rückzugsortes für Künstler, Sammler und Naturliebhaber.
Meine Reise führte mich von den ersten Skizzenbüchern meiner Kindheit in Osteuropa über internationale Galerien und Privatsammlungen bis an einen Ort, an dem Kunst und Naturschutz untrennbar miteinander verbunden sind.
Ich bin überzeugt, dass Kreativität nicht nur die Kraft hat, Menschen zu verändern, sondern auch die Orte zu bewahren, die sie inspirieren.
Und ich habe das Gefühl, dass meine eigentliche Reise gerade erst beginnt.
